
Werksgelände-Routing
Navigation für Lkw auf Ihrem Gelände – aus einem Drohnenflug bis zur Ansage auf dem Tablet des Fahrers
Werksgelände-Routing – so arbeiten wir
Ein Lkw fährt auf Ihr Gelände und hat ab dem Schlagbaum keine Navigation mehr. Der Fahrer bekommt eine Rampennummer auf einem Zettel oder per SMS und findet sich auf einem Areal zurecht, das er nicht kennt – oft in einer Sprache, die er nicht spricht. Was daraus wird, kennt jeder Werkschutz: falsche Halle, blockierter Rampenvorplatz, Rangieren in einer Sperrzone, verpasstes Zeitfenster.
Wir schließen genau diese Lücke – die letzten paar hundert Meter zwischen Tor und Rampe. Aus einer Drohnenbefliegung Ihres Geländes entstehen ein aktuelles Orthofoto und ein 3D-Modell, daraus das befahrbare Wegenetz mit Ihren Restriktionen: Fahrtrichtungen, Durchfahrtshöhen, Achslasten, Sperrzonen, Rangier- und Warteflächen. Darauf rechnet dieselbe Routing-Engine, die wir für Straße und Gelände einsetzen, und die Ansage landet mehrsprachig auf dem Tablet, das der Fahrer am Tor bekommt – auch ohne Mobilfunk, weil Karte und Routing auf dem Gerät liegen.
„Ab dem Schlagbaum endet die Navigation. Der Fahrer bekommt eine Rampennummer und sucht, der Werkschutz fährt vor, der Rampenvorplatz ist belegt, das Zeitfenster platzt – und der Lageplan an der Pforte zeigt einen Stand, den es seit zwei Umbauten nicht mehr gibt.“
Unser Ansatz
Ein Flugtag über Ihr Gelände, daraus Orthofoto und 3D-Modell, daraus ein befahrbares Wegenetz mit Ihren Restriktionen. Die Routing-Engine rechnet darauf fahrzeugspezifisch; ausgegeben wird als geführte Navigation auf dem Tablet am Tor – mehrsprachig, offline, mit Warteposition und Werkschutzruf – oder per API an Ihr vorhandenes Yard-Management-System.
Technologien & Frameworks
Vom Pförtner bis zur Rampe – einmal durchklicken.
Sechs Schritte, wie sie auf dem Hof ablaufen: Der Pförtner weist Ziel, Sprache und Zeitfenster zu und überträgt sie auf ein Tablet. Der Fahrer bekommt die Regeln des Geländes, startet und wird über Hauptachse und Rampenvorplatz geführt – an der Sperrzone Tanklager vorbei, um die gesperrte Nordstraße herum. Ist die Rampe belegt, steht er auf Warteposition 3, bis sie frei wird. Am Ende gibt er das Tablet am Tor 1 zurück.
Die Demo zeigt ein Tablet im Querformat. Auf dem Telefon lohnt sich der Vollbildknopf – und das Gerät quer zu halten.
Beispielgelände mit drei Hallen, acht Rampen je Halle, Tanklager als Sperrzone und einem gesperrten Abschnitt der Nordstraße. Das 3D-Gelände ist hier prozedural erzeugt; im Projekt steht an dieser Stelle das Modell aus der Befliegung Ihres Geländes.
Unsere Experten-Services
Wir begleiten Sie ganzheitlich – von der ersten Analyse bis zur skalierbaren Implementierung und dem operativen Betrieb.
Befliegung & Geländemodell
Drohnenflug über Ihr Areal, daraus Orthofoto und 3D-Modell. Ein klein geschnittenes Erstprojekt mit sichtbarem Ergebnis – und die Grundlage für alles Weitere.
Wegenetz & Restriktionen
Aus dem Modell wird ein befahrbares Netz: Fahrspuren und Fahrtrichtungen, Durchfahrtshöhen, Achslasten, Sperrzonen, Rampenvorplätze, Warte- und Rangierflächen.
Fahrer-Navigation am Tablet
Geführte Route vom Tor bis zur Rampe, mehrsprachig und offline, mit Sicherheitsregeln, Warteposition und Werkschutzruf. Rückgabe des Geräts am Tor.
Integration in Ihre Hofsteuerung
Anbindung an Zeitfensterbuchung, Yard-Management, Waage oder Werkschutz per API: Ziel und Slot kommen aus Ihrem System, Route und Führung von uns.
Ihre Data Journey mit uns
Ein strukturierter Prozess ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir setzen auf erprobte Phasen für maximale Transparenz.
Befliegung
Ein Flugtag über Ihr Gelände, abgestimmt mit Werkschutz und Betriebsrat. Ergebnis sind Bildflug und Telemetrie – ohne Vermessungsbüro und ohne Betriebsunterbrechung.
Modell & Orthofoto
Aus dem Flug rechnen wir Orthofoto und 3D-Modell. Beides ist für sich schon nutzbar: als aktueller Lageplan, für Flächen- und Umbauplanung.
Wegenetz & Regeln
Wir digitalisieren das befahrbare Netz und hängen Ihre Restriktionen an die Segmente. Abgleich mit Werkschutz und Disposition: Was gilt wo, und für welches Fahrzeug?
Navigation & Betrieb
Tablets am Tor, Anbindung an Ihre Zeitfenstervergabe, Einweisung für Pförtner und Werkschutz. Bei Umbauten aktualisieren wir Modell und Netz.
Ein Flug. Eine Geländekarte.
Das ist Schritt eins in unserer eigenen Auswertung: Links läuft das Flugvideo mit der Telemetriespur – hier 3.786 Messpunkte über 158 Sekunden, mit Gimbal-Winkeln. Auf der Karte zeichnet sich der geflogene Pfad, dann legt sich das gerechnete Orthofoto über die Grundkarte, am Ende steht das 3D-Modell. Kein Vermessungsbüro, kein Wochen später gelieferter Plan: Die Auswertung läuft bei uns, aus dem Video des Flugs. 13 Sekunden, ohne Ton.
Verfahrensdemo an einem kleinen Testobjekt in Schleswig-Holstein. Sie zeigt die Auswertung eines Flugs zu Orthofoto und 3D-Modell – kein Kundenprojekt und kein Werksgelände. Auf einem Werksareal ist das Verfahren dasselbe, nur die Fläche größer.
Ihre Vorteile
Geführte Route statt Rampennummer
Der Fahrer bekommt Abbiegehinweise in seiner Sprache – nicht einen Zettel mit einer Zahl darauf
Aktuelles Gelände statt alter Lageplan
Nach jedem Umbau ein neuer Flug, das Modell ist am selben Tag wieder richtig
Restriktionen stecken im Weg
Durchfahrtshöhen, Achslasten, Fahrtrichtungen und Sperrzonen sind Teil des Netzes, nicht nur Teil der Beschilderung
Offline auf dem Gerät
Zwischen Hallen, unter Vordächern und in Hallendurchfahrten bricht das Mobilnetz weg – Karte und Routing liegen auf dem Tablet
Ergänzt Ihre Hofsteuerung
Ziel und Zeitfenster kommen per Schnittstelle aus Ihrem Yard-Management-System, die Route kommt von uns
Wir ersetzen kein Yard-Management-System. Wir ergänzen es um die Navigation.
Lkw anmelden, Zeitfenster buchen, Warteschlangen und Tore steuern, Status zurückmelden – das können die etablierten Yard-Management-Systeme, und in vielen Werken laufen sie längst. Was dort endet: die Führung des Fahrers auf dem Gelände. Er bekommt eine Rampennummer und sucht. Genau dort setzen wir an – und dort hören wir auch wieder auf.
Bleibt bei Ihrem Yard-Management-System
- Anmeldung am Tor, Selbstbedienungs-Terminal, Ausweise
- Zeitfensterbuchung und Slot-Vergabe
- Warteschlange, Aufruf und Torsteuerung
- Statusmeldungen an Werk, Disposition und Spedition
Kommt von eviit
- Aktuelles Geländemodell und Orthofoto aus der Befliegung
- Befahrbares Wegenetz mit Ihren Restriktionen
- Geführte, mehrsprachige Navigation auf dem Tablet
- Betrieb ohne Mobilfunk – Karte und Routing auf dem Gerät
Wenn es noch kein Yard-Management-System gibt, funktioniert die Navigation auch allein: Ziel und Zeitfenster werden dann am Tor erfasst, so wie in der Demo oben.

X-PLORE Offroad auf dem Tablet im Messfahrzeug – 3D-Gelände, Routing und Karten offline.
Das Tablet im Fahrzeug ist bei uns kein Konzept.
Die Bausteine dieser Lösung sind seit Jahren im Betrieb: eine Routing-Engine auf eigenem Wegenetz, Wegsegmente mit Breite, Oberfläche und Tragfähigkeit, Karten und Routen offline auf dem Gerät. Wir betreiben das mit X-PLORE Offroad selbst – im Fahrzeug, ohne Netz, mit zahlenden Nutzern. Für ein Werksgelände ändern sich die Restriktionen und der Maßstab, nicht die Technik.

Sprechen wir über Ihre Daten.
In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welche Exporte Sie haben, welche Restriktionen gelten und was sich daraus rechnen lässt.
Werksgelände-Routing – häufige Fragen
Die Fragen, die in Erstgesprächen zu diesem Thema immer kommen – kurz und ohne Umweg beantwortet.
Was kostet Werksgelände-Routing?
Der Einstieg ist bewusst klein geschnitten: ein Flugtag über Ihr Gelände, daraus Orthofoto und 3D-Modell zum Festpreis. Was das kostet, hängt an Fläche, Auflagen und Anfahrt – eviit nennt den Betrag nach einem kurzen Blick auf Lage und Größe des Areals, nicht pauschal. Erst wenn das Modell steht und Sie es gesehen haben, entscheiden Sie über Wegenetz und Fahrer-Navigation. Beides wird projektbezogen kalkuliert, weil Zahl der Tore, Restriktionen und Schnittstellen den Aufwand bestimmen.
Ersetzt das unser Yard-Management-System?
Nein, und das ist Absicht. Anmeldung am Tor, Zeitfensterbuchung, Warteschlange und Torsteuerung bleiben in Ihrem Yard-Management-System. eviit setzt dort an, wo diese Systeme aufhören: bei der Führung des Fahrers auf dem Gelände. Ziel und Slot kommen per Schnittstelle aus Ihrem System, die Route und die Ansage auf dem Tablet kommen von eviit. Gibt es noch kein Yard-Management-System, lässt sich Ziel und Zeitfenster auch direkt am Tor erfassen.
Warum eine Drohnenbefliegung statt des vorhandenen Lageplans?
Weil der Lageplan in den meisten Werken älter ist als der letzte Umbau. Ein Flug liefert am selben Tag ein Orthofoto und ein 3D-Modell mit dem Stand von heute – inklusive neuer Hallen, verlegter Zufahrten, geänderter Fahrspuren und Flächen, die inzwischen zugestellt sind. eviit wertet den Flug selbst aus; es braucht kein Vermessungsbüro und keine Betriebsunterbrechung. Nach einem Umbau wiederholt man den Flug, statt einen Plan nachzuzeichnen.
Funktioniert die Navigation ohne Mobilfunk auf dem Gelände?
Ja. Kartenkacheln, Wegenetz und Routing-Engine liegen auf dem Tablet, die Route wird auf dem Gerät gerechnet. Das ist notwendig, weil das Mobilnetz genau dort wegbricht, wo der Fahrer die Ansage braucht: zwischen hohen Hallen, unter Vordächern und in Durchfahrten. eviit betreibt denselben Offline-Aufbau in X-PLORE Offroad im Alltagsbetrieb.
Welche Sprachen bekommt der Fahrer?
Die Ansage läuft in der Sprache, die am Tor zugewiesen wird – in der Demo Deutsch, Polnisch und Rumänisch. Weitere Sprachen sind eine Frage der Übersetzung, nicht der Technik: Die Navigationshinweise sind kurze, feste Textbausteine, Sicherheitsregeln werden zusätzlich als Piktogramm gezeigt. Das ist der Grund, warum die Führung überhaupt etwas ändert: Ein Zettel mit einer Rampennummer hilft einem Fahrer nicht, der die Beschilderung nicht lesen kann.
Was ist mit Datenschutz und Betriebsrat bei der Befliegung?
Der Flug wird vorab mit Werkschutz, Arbeitssicherheit und Betriebsrat abgestimmt und findet nach den Regeln der EU-Drohnenverordnung statt; wo eine Genehmigung nötig ist, holt eviit sie ein. Ausgewertet werden Flächen, Wege und Bauwerke – Personen sind für das Geländemodell ohne Nutzen und werden in den veröffentlichten Ergebnissen unkenntlich gemacht. Die Navigation selbst braucht keine Bewegungsdaten des Fahrers: Sie rechnet auf dem Gerät, die Position bleibt dort.
Wie lange dauert es, bis Fahrer geführt werden?
Der Flug ist ein Tag, das Modell daraus wenige Tage. Den größeren Teil beansprucht das Wegenetz: Fahrtrichtungen, Durchfahrtshöhen, Achslasten, Sperrzonen und Warteflächen müssen mit Werkschutz und Disposition abgeglichen werden, weil ein Teil dieser Regeln nirgends dokumentiert ist. Für ein mittleres Werk ist ein erster Fahrbetrieb mit Tablets in wenigen Wochen realistisch; die Schnittstelle zum Yard-Management-System kommt in aller Regel danach.